Elsterperlenweg [aktualisiert um Teil 2] Eine wild-waldige Trekkingtour

  • Der Plan und die Unplanbarkeiten + Tag und Nacht 1

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    „seid ihr echte Trekker?“ – „Nein, wir wandern nur mehrere Tage und schlafen irgendwo draußen“.
    Das war Rocco’s Antwort auf die Frage des netten Kellners im Greizer Schlossparkcafé


    Ja, was war das denn nun?

    Genesungsspaziergang mit Rucksack, Hundewanderung, Konditionstest am Berg, Wildcampen ohne Zelt, Lostplacetrip, GeocacheTour, Urbansurvival, Pilzsammelei, Wassergewinnungstest – kurzum: eine wild-waldige Trekkingtour

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    Wir haben Urlaub genommen und wollten in 4-5 Tagen den Elsterperlenweg laufen, mit Hund „Shlomo“ und allem was es braucht in den Rucksäcken, ohne feste Unterkünfte. Soweit so gut. Zur Abreise stand eine kranke Foxy unter Ibuprofen und Antibiotika und der Hund hat Dank Brombeerdorne gehumpelt und sich nicht helfen lassen…


    Super Vorraussetzungen, aber mit der Option, auch vernunftsgemäß abbrechen zu dürfen, sind wir optimistisch losgelaufen.



    Vornweg: Wir haben den Weg gut geschafft und genießen können, sind alle gesund angekommen, alles war bestens ausgeschildert und wir bekamen überall (von Menschen und dem Regen) unseren Wasservorrat aufgefüllt.


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    Der Weg

    Der Rundwanderweg führt beidseitig entlang der Weißen Elster von der Residenzstadt Greiz, der Perle des Vogtlandes, über Neumühle nach Wünschendorf, der Pforte zum Elstertal, und zurück über Berga/Elster wieder nach Greiz. Auf dem Weg durch das wildromantische Tal der Weißen Elster kommt der Wanderer vorbei an verträumten Dörfern, geschichtsträchtigen Orten und einzigartigen Bauwerken. Reizvolle Panoramaaussichten geben den Blick frei auf eine interessante Mittelgebirgslandschaft. Eine Besonderheit des Weges sind seine Querverbindungen.


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    PDF (zoombar) der WanderKarte
    Quelle: http://www.elsterperlenweg.de


    Tag 1: Vom Outdoorcamp Berga über Wünschendorf in den Wald irgendwo vor Clodra


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    Wir haben am Sonntag, 15.9. gemütlich unsere Rucksäcke gepackt. Drin ist Bad, Brot, Bett und etwas Technik. Feste Etappen und Nachtlager gab es nicht, wir haben den Weg einfach auf uns zu kommen lassen. Bei sonnigen 24 Grad sind wir im Outdoorcamp (auf der Karte: am Schloßberg) nördlich von Berga losgelaufen in Richtung Wünschendorf.

    Vorbei am verlassenen Feriendorf und dem Stausee Albersdorf sind wir ins Elstertal hinabgestiegen. Auf den fahrradgerechten Wegen am Fluss war an dem Tag recht viel Publikumsverkehr. Umso besser, dass wir dann auf den kleinen Pfaden die Hänge hinauf wieder recht einsam unterwegs waren und die Ruhe im knorrigen Eichenwald genießen konnten. Ein besonders schöner Abschnitt ist der Zehnmarkweg, mit schmalen, steinigen Pfaden und herrlichen Aussichten ins Elstertal.

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    Nahe Großdraxdorf befindet sich der Weiberstein – dort gab es einst eine Höhensiedlung. Heute hat man wunderbaren, geschichtsträchtigen Aus- und Einblick.

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    An der Teufelskanzel sahen wir von Weitem die roten Felsen der Steinbrüche Hüttchenberge. Serpentinenartige Pfade führten wieder ins Tal. Die Steinbrüche (südlich von Wünschendorf) wollten wir uns von unten ansehen. Ein eindrucksvoller Anblick! Den dort verorteten Geocache konnten wir aber nach langer Suche leider nicht finden.

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    In Wünschendorf haben wir die Weiße Elster überquert und sind in der Gondelstation auf eine schöne Pause und kleine Stärkung eingekehrt.

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    Nach Wünschendorf haben wir wieder steile Wege erklommen und folgten der Elster nun in Richtung Süden. Zwischen dem Silberberg und Clodra haben wir uns zur Dämmerung ein Nachtlager am Wegesrand gesucht. Entstanden ist ein Bett aus Reißig und Gras, das sehr bequem gewesen ist. Nur der helle Vollmond hat den Schlaf der Foxy etwas gestört.

    Morgens gab es kleines Frühstück und Kaffee vom Gaskocher und dann ging es weiter Richtung Clodramühle.

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    es folgt (vermutlich bald) Teil II


    Vorschau:

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    [aus natur-instinkte.blog]

  • Elsterperlenweg Teil II


    Eine SchatzSuche [Über Mühlen & Burgen in den Heizungskeller]



    Das Nachtlager irgendwo vor Clodra haben wir am Montagmorgen beräumt und uns wieder auf den Weg, südlich in Richtung Clodramühle begeben.


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    Die Clodramühle ist ein einladendes Ziel, aktuell samt Kürbisstand mit Kasse des Vertrauens und einem imposanten Mühlrad.

    Wenn man zu einem günstigeren Zeitpunkt, als es unsere Route hergegeben hat, dort vorbeikommt, stehen Biergarten und Käseverkauf aus eigener Herstellung offen.

    Wir haben etwas weiter unten am Ufer Rast gemacht und auf das kleine Wehr mit Bootsrutsche und die blaue Brücke geschaut, die wir am Vortag noch in nördlicher Richtung gestreift hatten.


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    Der Weg führt uns am Westufer an Berga vorbei. Die Goldsucher, wie wir vermuten, waren stillschürfend in ihr Tagwerk vertieft.

    Und wir verließen kurzzeitig den Elsterperlenweg und folgten Einblicken in die Bergaer Geschichte.

    An einigen Stellen ist noch zu erahnen, dass da Bunker waren, die längst zerstört sind. Ein Eingang wurde gesichert und für Menschen verschlossen; dort dürfen nun seltene Fledermäuse wohnen.


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      1993 gesichertes Stollenmundloch mit Fledermausöffnungen

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    Schwalbe V
    war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.
    Das Projekt Schwalbe V war von 1944 bis April 1945 ein geheimes Bauprojekt im Rahmen des Geilenberg-Programms.
    Ziel war die dezentrale Verlagerung von Treibstoffproduktion zum Ende des Zweiten Weltkrieges nach Untertage, der damals sogenannten U-Verlagerung. Das Tal der Weißen Elster bei Berga/Elster versprach genügend Deckung zum Schutz vor Luftangriffen der Alliierten.
    Auf der Baustelle Schwalbe V kamen unter menschenverachtenden Bedingungen 314 Personen ums Leben.
    aus Wikipedia

     

    Entlang des gesamten Elsterperlenweges gibt es viele Einblicke direkt am Weg in schiefergeprägte Gesteinsformationen. Immer wieder liefert der Weg, gespickt mit gutgemachten Infotafeln, auch Ausblicke zwischen den gegenüberliegenden Aussichtspunkten, die wir passieren – an einigen Stellen haben uns dazu Geocaches interessante Informationen und Abstecher in verborgene Landschaften geliefert.

    „Während ich hier noch aufs Navi glotze, wurde der Cache bereits gefunden …“
    Rocco, der später noch das Anfängerglück erleben durfte
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      Weißes Kreuz von Greiz aus der Ferne
    • epwii92.jpg?w=576… und aus der Nähe



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      Earthcache mit Fotobeweis

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      „geheime“ SchatzsucherKarte
    http://www.geocaching.com

    ©

    OpenStreetMap



    Schätze des Waldes

    Leckeres, Schönes und Giftiges. Wir sind quasi darüber gestolpert. Nur beim Aufsammeln vom Wegesrand war schon die MontagAbendMahlzeit gesichert.


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    Der Montag war ab Berga von Regen geprägt, aber der Weg führte durch märchenwaldige Abschnitte mit engen Pfaden und schön-waldiger Umgebung. Als gegen Abend das Schuhwerk langsam durchnässt war und die Dämmerung einsetzte, sind wir mit unseren Pilzfunden in eine alte Wallanlage geflohen und haben uns ein trockenes Lager errichtet. Der Regen half uns, den Wasservorrat etwas aufzufüllen. Und wegen des Regens war ein kleines Feuer zum Schuhe- und Kleidungtrocknen gut zu verantworten und hilfreich.


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    Tag 3 Erwachen auf der Rüßburg

    Ganz neu war uns dieser Ort nicht; hier haben wir schonmal im Moosbett übernachtet. Die Rüßburg sieht man schön auf der Karte, da wo die Weiße Elster einen großen Bogen zieht.


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    Und so könnte es dort mal ausgesehen haben:


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    https://www.otz.de/img/frontpa…rf-gelegen-haben-soll.jpg


    Für Sagen und Legenden gibt es diesen kleinen Artikel zu finden.



    Rund um die Anlage war am DienstagMorgen der aufsteigende Nebel der Elster zu sehen, bishin zu einem wunderbaren Sonnenaufgang mit Talblick.


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    Von Lehnamühle über Neumühle nach Greiz


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    Nahe der Lehnamühle gibts einen Earthcache zum Phyllitschieferaufbruch, der sich um diesen mächtigen Schieferfelsen und die Geologie dahinter dreht.

    Auf dem Weg weiter Richtung Neumühle folgen wir wieder grünen, engen Pfaden und schönen Aussichten; Wasser haben wir direkt in der Mühle bekommen. Wieder aus dem Ort heraus führt der steile Aufstieg zum Amselstein.

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    Dort gab es noch Spuren der Naturharzgewinnung zu entdecken.


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    Die Gewinnung von Roh-Harz ist eine alte Waldnutzung, die schon aus der Steinzeit bekannt ist und in Deutschland bis Mitte des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurde. Das Harz wurde als Dichtungsmittel bei Schiffen und Fässern verwendet, war aber auch wichtigstes Ausgangsprodukt bei der Herstellung von Pech, Pech-Öl, Wagenschmiere und Druckerschwärze. Durch weitere chemische Behandlung wurden auch Lacke, Fette, Zelluloid und Linoleum hergestellt. [...]

    Die Rinde wurde angeritzt und ein Sammelblech eingeschlagen um das austretende Harz in einem Tontopf aufzufangen. Eine gesunde Kiefer konnte so pro Jahr 1,5 bis 5 Kilogramm Harz liefern. In der DDR wurde noch bis zur Wende in großem Umfang auf diese Weise Harz gewonnen. Durch diese Verletzungen und das „Ausbluten“ des Holzes wurde dieses als Bau- oder Nutzholz weitgehend unbrauchbar. Das war ein Grund, warum zwischen Harzern und Forstleuten „Feindschaft“ herrschte.

    Quelle: https://www.mittelbayerische.d…ben-20909-art1038517.html



    Von Neumühle nach Greiz


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    Hier gab es recht abwechslungsreiche Passagen, die einerseits geprägt waren von langweiligen, geraden Schotterwaldwegen durch
    Fichtenmomokultur. Immerhin ein hübscher Erdstern und ein reizvoller Geocache boten hier schöne Einblicke.


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    Andererseits bot der Weg kurz vor Greiz wieder schöne Wald- und Felslandschaften vorbei an der Teufelskanzel samt Ausblick aufs Weiße
    Kreuz und am Ida-Stein entlang.


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    Die Luftbrücke ist der Weg über die Weiße Elster nach Greiz am Südzipfel des Elsterperlenweges.

    Warum „Luft“? In früheren Zeiten stand sie auf Holzstelzen im Wasser und wurde zwischen Herbst und Frühsommer abgebaut und eingelagert, um Hochwasserschäden zu vermeiden. So gab es zwar die Podeste an den Ufern, aber dazwischen einen Teil des Jahres nur
    Luft.

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    Nach der Luftbrücke sind wir im grünen Greizer Schlosspark angekommen, wo es eindrucksvolle Gewächse zu Bestaunen gibt. Auf eine
    kleine Stärkung im Parkcafé wollten wir nicht verzichten, haben dabei aber etwas die Zeit vergessen.


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    Der Plan war es, in Greiz noch unsere Lebensmittelvorräte aufzustocken, bevor wir wieder ins Grüne verschwinden wollten. Allerdings ticken in der Stadt die Uhren weiter und so sahen wir (offenbar um 18 Uhr) dass, wie im schlechten Film, vor uns die Auslagen der Läden hereingeholt und die Gehwege hochgeklappt wurden…

    An einem Lebensmittelgeschäft hatten wir aber noch Glück.

    Mittlerweile war es arg abgekühlt und durch Wolken recht zeitig am Dunkel werden, sodass ein Plan B aufkeimte.


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    In der „Siebenhitze“ trafen wir auf viele alte Bekanntschaften und waren in ein buntes Treiben und eifriges Vorbereiten involviert. Dort sollte in 3 Tagen der Auftakt zum Rock für ein buntes Vogtland stattfinden. Der Kellerraum war durch Heizungsrohre doch einige Grad wärmer,
    als die Außenwelt und wurde uns zum Übernachten zur Verfügung gestellt.


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    http://siebenhitze.blogsport.de/verein/



    Am MittwochMorgen bekamen wir in der Dialyse-Station unsere Wasserflaschen aufgefüllt und verließen Greiz wieder auf steilen Waldpfaden. Der Pulverturm und das Weiße Kreuz liegen als ausblickfreundliche Punkte auf der Route. Am Kreuz waren diverse Betriebsausflügler und Wanderer anzutreffen und wir haben unsere Rast etwas abseits gemacht, bis wieder Ruhe am Aussichtspunkt eingekehrt ist.


    Hat man den Park durchwandert sieht man ein weiteres Wahrzeichen von Greiz – den Pulverturm auf dem Rothberg. Heinrich XX. ließ ihn erbauen, um Pulver an einem sicheren Ort zu lagern. Heute ist es ein schöner Aussichtspunkt. Wandert man zum Hirschsteinfelsen weiter (375 m über NN) gelangt man zum „Sophienkreuz“ im Volksmund „Weißes Kreuz“ genannt. Heinrich der XX. ließ es 1838 zum Gedenken an seine früh verstorbene Gemahlin, Prinzessin Sophie von Löwenstein-Wertheim, errichten. Es ist der schönste Blick auf Greiz. Zu Füßen des Berges liegt der Park.
    Quelle: http://reussischefuerstenstrasse.de/greiz/7255/

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    Auf dem Weg nun nach Norden der Elster folgend kamen wir vorbei an einer blauen Lagune (ehemaliger Steinbruch) und wieder durch Neumühle auf eine kleine Rast. Wir konnten nun auf der anderen Seite die Hänge erklimmen und die Aussicht auf den Weg genießen, den
    wir schon hinter uns hatten.


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    Auch bei Neumühle gibt es ein weißes Kreuz samt Geocache und tollem Ausblick.

    Ein im Wald aus Bäumen angeletes „R“ ist im Frühjahr und Herbst noch besser zu erkennen, als Zeichen der Fürsten Reuß.


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    Zurück Richtung Berga war der Weg geprägt von Feldern und grünen Hügeln, die wir am recht windigen MittwochNachmittag doch überraschend schnell durchquert hatten. Um kurz vorm Ziel nicht noch ein Nachtlager zu suchen, haben wir die Runde des
    Elsterperlenweges noch vollendet und sind am Abend erschöpft aber glücklich wieder am Startpunkt in Berga angekommen.


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    Für Nachahmer
    sei empfohlen, sich etwas mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten zu nehmen und bei der Reiseplanung die Öffnungszeiten der Einkehrmöglichkeiten zu beachten.

    Der kleine Shlomo hat übrigens super mitgehalten.

    Für uns war der Weg ein schönes und abwechslungsreiches Mikro-Abenteuer vor der Haustür.



    Das (vorläufige) Ende

    es folgt zu gegebener Zeit noch der Einblick im Videoformat.

  • Durch diese Verletzungen und das „Ausbluten“ des Holzes wurde dieses als Bau- oder Nutzholz weitgehend unbrauchbar.

    Schöner Bericht Foxy.

    Das mit der Aussage stimmt so nicht ganz.

    Dieses Holz was zur Harzgewinnung genutzt wurde, ist bis vor einiger

    Zeit als "polnische Kiefer" verkauft worden.

    Der Harzgehalt im Holz war wesentlich größer als bei der normalen

    Kiefer. Es versaute zwar die ganzen Werkzeuge, weil das Holz extrem

    harzhaltig war, aber man benutzte solche Hölzer gerne im Außenbereich,

    weil sie extrem Witterungsbeständig waren.

    Als Tischler und noch nicht Outdoorer habe ich mich gewundert, weshalb

    an der Außenseite der gesägten Holzbohlen so komische schräge Nuten sind,

    aber dem keine große Bedeutung gegeben.

    Als ich im Wald dann die Harzbäume mit den "Lachten" (Nuten) sah, erkannte ich diese wieder.

    nun weiß ich, dass aus den Harzbäumen gerne die "polnische Kiefer"

    zu Bohlen gesägt werden.


    Gruss

    Konrad

  • Ich danke euch!

    Danke auch für das Zusatzwissen Konrad! Ich find das Naturharzthema recht spannend.
    Ziemlich clever, das natürlich imprägnierte Holz gleich zu nutzen, es ist halt Kienspan, der da großflächig miterzeugt wird.
    Das könntest du durchaus als Ergänzung mal für den Wikipedia-Artikel einbringen, denn da findet man zur Polnischen Kiefer in dem Zusammenhang nix, nur als Herkunftsbezeichnung steht dazu was. Oder aber das "polnisch" ist bei harzigem Holz vielleicht eine ältere, nicht mehr politisch korrekte Bezeichnung .. ? :/
    Ich hatt nach der kleinen Recherche zum Thema zumindest Lust aufs Harzsammeln - allerdings im forstlich genutzten Fichtenwald, wo man das nur noch abholen muss; nicht dass einer denkt ich hab jetzt Lachten geritzt :D und ich hab gleich mal neue Zunderbomben gebastelt. Aus dem Harz eine Salbe zu machen, fänd ich auch interessant (hab mir sagen lassen mit Bienenwachs und Olivenöl geht das..)


    Grüße!

  • Das Pflanzenöl kann man gut zum Lösen des Baumharzes verwenden.

    Olivenöl kristallisiert unter 7°C. Besser ist es kaltgepresstes Rapsöl

    oder besser noch Leinsamenöl zu nehmen.

    Auf Wikipedia habe ich keinen Bock. Das wird von Platzhirschen schnell

    wieder gelöscht weil die neben Ihrer Meinung....

    Fichtenharz hat aber nichts mit Kiefernharz zu tun. M.W. nach hat man nur

    Kiefer geritzt.


    Gruss

    Konrad