Fragen rund um den Jagdschein

  • Der Titel ist selbsterklärend.

    Wer Fragen zum Jagdschein hat kann sie hier gerne stellen.

    Ich und sicherlich auch die anderen Jäger hier werden versuchen eure Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.


    Horrido und Waidmannsheil

  • Da hier bis dato noch nie etwas kam mache ich gerne mal den Anfang!

    Mir schwebt es seit laengerer Zeit vor einen Jagdschein zu machen! In meiner StadtBochum gibt es sogar eine Kreisjägerschaft! Ist das schonmal eine gute Anlaufstation? Ist man nach einer Bestandenen Ausbildung in einEr Jägerschaft gerngesehender Gast? Was muss man für eine Langwaffe an Kosten einrechnen? Was brauch ich an Zubehör? Wie und wo sammelt man am besten praktische Erfahrung und kann mit auf die Jagd?

    Wie landet erlegtes Wild auf dem Teller? Muss das Fleisch vorher von Behörden untersucht werden?

    Fragen über Fragen😜

    Gerne tausche ich mich hierüber intensiver mit euch aus!

    Vg

    Gillo

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  • Hallo,


    ich habe einen Jagdschein gemacht vor etwa 20 Jahren, vor etwa 6 Jahren ist mein Jagdhund gestorben und ich habe mit dem Jagen erst mal aufgehört weil ich momentan keine Möglichkeit mehr habe einen Jagdhund zu halten, was für mich aber irgendwie dazu gehört. Ich habe genau so lange auch keinen Jagdschein mehr gelöst da ich eh keine Möglichkeit mehr hatte zu jagen, muß ich meinen jagdschein eigentlich immer verlängern auch wenn ich gar nicht jagen kann und verliere ich irgendwie das Bedürfnis Waffen zu besitzen wenn ich meinen Jagdschein nicht verlängere. Es ist ja auch eine Kostenfrage, zu dem Jagdschein kommt ja auch noch die entsprechende Versicherung, die ich sonst ja auch nicht brächte wenn ich eh nicht jagen gehe.


    Gruß

    Rolf

  • Wenn keine Jäger da sind, kann nichts passieren. Vielleicht melden sich noch weitere Jäger an, die Lust haben hier mitzumischen. Nur, weil ein Thread nicht hoch frequentiert ist, muss man ihn ja nicht schließen ;-)

    ~ Die Natur ist die beste Führerin des Lebens ~

  • na dann antworte ich mal auf ein Fragen, damit was passiert ;)

    Ja, bei der Kreisjägerschaft erfährst du sicher die Termine für die nächste Jungjägerausbildung. Nach bestanden Ausbildung kann man dort aktiv oder passiv „mitmachen“. Die Angebote sind aber überall verschieden.

    Eine Langwaffe (Büchse und Flinte) kann man problemlos für 100 Euro erwerben, aber auch 10000 Euro wären möglich. In der Regel gibt man ca. 1000 Euro aus, eine gute Optik kostet ab 1000 Euro aufwärts. Das ist natürlich nur ein Richtwert und je nach Vorliebe, Geschmack und Geldbeutel in beide Richtungen offen.

    Mindestaustattung ist eigentlich folgendes: Hose, Schuhe und Jacke (klingt blöd, aber du kannst mit Jeans jagen. Schicker ist Jagdkleidung und hier bist du i.d.R. mit ca. 200€ mindestens dabei), ein vernünftiges Fernglas zum pirschen und Ansitz. Einen Rucksack und eine Warnweste. Das sind aber die „Mindestvoraussetzungen“, wenn du noch nicht weißt wie es weiter gehen soll.

    Praktische Erfahrungen sammelt man bei anderen Jägern. Insbesondere bei den Revierarbeiten! Da erfährt man warum Wild an welchen Stellen steht, wieso man Kirrt, wo Fallen Sinn machen,... der Ansitz und die Jagd sind dann fast Beiwerk. Ein guter Lehrprinz (ein Jäger, der dir das Waidwerk zeigt) wird dir alles erklären, auch wie Wildbret verarbeitet wird.

    Das Wild wird vor dem Schuss auf sein Verhalten und beim aufbrechen (ausweiden) auf besondere Merkmale überprüft. Eine Fleischbeschau darf von ausgebildeten Jägern (heute sind das fast alle) durchgeführt werden.

    Das Wildbret wird dann gekühlt gelagert und kommt am besten lecker zubereitet auf den Teller. Das ist aber ein anderen Faden wert.

    LG

  • Hallo Rolf,

    ich versuche mal deine Frage zu beantworten. Ja! Dein Bedürfnis Waffen zu besitzen, weißt du durch das lösen des Jagdscheins nach. Natürlich mit Versicherung und den daraus resultierenden Kosten. Es liegt aber an deiner unteren Jagdbehörde, wie viel Zeit sie dir lässt. Soll heißen, dass zum Beispiel ein erkrankter Jäger Zeit haben sollte, zu genesen um dann wieder den Jagdschein zu lösen. Bei einigen geht das nur mit Attest und auf Antrag, andere uJB sind entspannter.

    Ich finde, Jagd geht auch ohne Hund. Man kann sich diesen ja auch mit dem Pächter „teilen“. Muss aber jeder für sich entscheiden.

  • darf ein Jäger auf seinem Gelände Hof

    bayrischer eckhof keine Gefährdung anderer


    auch wenn es nicht in seinem revier liegt..schwarzkittel erlegen...???

    mfg Bonzo

    ^^thx^^wer schreibfehler findet darf sie behalten

    wer mich drauf anspricht bekommt meinen zorn zu spüren...^^stpd^^:haue:

  • Hey bonzo , ich hoffe es richtig zu verstehen. Darf ein Jäger auf dem eigenen Hof ein Stück Wild (Schwarzwild) erlegen?

    Nein, darf er nicht!

    Es sei denn, das Grundstück liegt in seinem Revier und Mindestabstände zu anderen Wohngebäude o.ä. werden eingehalten. Ansonsten ist es Wilderei. Allerdings ist dies keine Rechtsberatung! Es gibt schließlich Jagdgesetze auf Landesebene und ich bin kein Anwalt.

    Wenn aber bei einer Jagd ein Stück Wild auf dem eingefriedeten (z.B.eingezäunt)Grundstück verendet. Zum Beispiel der Fasan, der im Fluge beschossen wird und hinter Oma Friedas Hecke landet, dann automatisch Eigentum von Oma Frieda wird. Denn die Inbesitznahme (Wild gilt solange als frei (gehört keinem), bis es erlegt und von beispielsweise dem Erleger in Besitz genommen wurde) des Jagdpächters/Jägers geschieht im eigenen Revier. Ist aber nur blanke Theorie..

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  • Wenn aber bei einer Jagd ein Stück Wild auf dem eingefriedeten (z.B.eingezäunt)Grundstück verendet. Zum Beispiel der Fasan, der im Fluge beschossen wird und hinter Oma Friedas Hecke landet, dann automatisch Eigentum von Oma Frieda wird.

    ... hab jetzt gerade keinen Draht zu anderen Landesjagdgesetzen, aber in Bayern ist das sicher anders:


    Zitat

    Art. 38
    Verfolgung kranken oder krankgeschossenen Wildes in befriedeten Bezirken
     1Die Verfolgung kranken oder krankgeschossenen Wildes im eigenen Jagdrevier ist in Gebieten zulässig, in denen die Jagd ruht oder nur eine beschränkte Jagdausübung gestattet ist. 2Das gilt nicht für Gebäude, Hofräume und Hausgärten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 Nrn. 1 und 2; dem Revierinhaber steht jedoch auch in diesen Fällen das Aneignungsrecht zu; der Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigte ist zur Herausgabe verpflichtet.

    Kenne zwar keinen, der Oma Frieda jetzt den Fasan nicht gönnt, aber in der Theorie muss sie ihn rausrücken :)